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Solidarität statt Profite: Gemeinnützige Projekte starten Kampagne

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Vanessa Kleinwächter
@sunflowermind

Mittendrin-Praktikantin | Mail: kleinwaechter@hh-mittendrin.de | Privater Blog: www.zwischenruf.org

Die Kampagne „Solidarische Raumnahme“ fordert den kostenfreien Zugang zu Räumlichkeiten in der Stadt für alle die sich für das Gemeinwohl engagieren.

Mit einer Protestaktion auf den Magellan-Terassen startete am Freitagmorgen die Kampagne „Solidarische Raumnahme“: Hinter dem Projekt verbergen sich verschiedene selbst organisierte Stadtteilzentren, Nachbarschaftstreffs, Wagenplätze und Wohnprojekte aus ganz Hamburg. Gemeinsam fordern die AktivistInnen eine mietfreie und kostenlose Raumnutzung in der Stadt – und zwar überall dort, wo sich Menschen für das Gemeinwohl engagieren. Im Laufe der Aktion in der Hafencity wurden zunächst die diversen sozialen Projekte eingehend vorgestellt, dabei standen die AktivistInnen auf eigens zu diesem Zweck aufgestellten Leitern – ein Zeichen für den Aufstand gegen das System.

Anschließend stellten sie bunte Kanister auf, die mit Schriftzügen die Widrigkeiten symbolisierten, gegen die die Projekte aus Sicht der AktivistInnen zu kämpfen haben. Genannt wurden dabei etwa Profitzwänge und die „Ignoranz der Behörden“ genannt. Anschließend warfen die DemonstrantInnen diese mit Bällen um, auf denen das Kampagnenlogo zu sehen war – zum Zeichen dafür, dass die Missstände überwunden werden können. In einem schienen sich alle Beteiligten einig zu sein: „Wir zahlen nicht für unsere Arbeit!“ Ein entsprechendes Banner wurde auch an einer Seitenmauer gehisst.

Die Kampagne wird von einer Vielzahl an Projekten getragen, die bereits im Netzwerk „Recht auf Stadt“ aktiv sind. So sind etwa das Centro Sociale, das Gängeviertel und die Rote Flora mit dabei. Dabei solidarisieren sich jedoch auch die städtisch geförderten Projekte mit der Kampagne: „Solche Räume müssen erhalten, nein sogar ausgebaut werden!“, ließen diese in einer offiziellen Mitteilung verlauten. Räume für gemeinnützige Arbeit müssten demnach gar nicht mehr gesucht werden – sie existierten bereits seit langem in der Stadt, so die AktivistInnen.

Die Kampagne „Solidarische Raumnahme“ soll in den kommenden Wochen durch verschiedene Demonstrationen, Diskussionsrunden und andere Veranstaltungen begleitet werden.

Fotos: Vanessa Kleinwächter

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