Der Hamburger Tierschutzverein hat am Sonntag vor der der Horner Rennbahn gegen den Pferderennsport demonstriert. Der Verein machte besonders auf die Gefahren für die Tiere aufmerksam.
Das Deutsche Derby auf der Horner Rennbahn ist eines der größten Pferderennen in Hamburg und ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis. Zwischen Damen mit bunten Hüten und Herren mit teuren Krawatten haben jugendliche Mitglieder des Hamburger Tierschutzvereins mit einer Mahnwache ein sofortiges Ende von Pferderennen gefordert. „Bei solchen Veranstaltungen müssen die Pferde Höchstleistungen bringen und werden zu Sportgeräten degradiert, die funktionieren müssen“, sagt die Leiterin der Jugendgruppe, Katharine Krause. Die Folge seien Schäden am Bewegungsapparat und großer psychischer und physischer Stress. Zudem würden bei Pferderennen Peitschen, Ohren- und Scheuklappen sowie Zungenbänder eingesetzt.
Große Gefahren für die Tiere
In schwarzer Trauerkleidung und mit Kerzen und Kreuzen machte die Gruppe auch auf die schweren Unfälle im Pferdesport, das laut Tierschutzverein qualvolle Training und die nicht artgemäße Haltung der Tiere aufmerksam. Beim letztjährigen Derby stießen zwei Pferde zusammen und starben noch auf der Rennstrecke. Der Tierschutzverein erstattete Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Das Motto der Jugendgruppe „Hoppe, hoppe Reiter, wenn es fällt, geht’s trotzdem weiter“ soll zudem daran erinnern, dass trotz des tödlichen Zusammenpralls weder das Hindernisrennen noch der verbleibende Renntag abgebrochen wurden. „Beteiligen Sie sich nicht an dieser tierschutzwidrigen Veranstaltung, setzen Sie kein Geld darauf, welches gequälte Tier zuerst im Ziel ankommt“, schreibt der Tierschutzverein in einer Presseerklärung.
Die BesucherInnen des Derbys ließen sich am Sonntag nicht davon abhalten auf die Horner Rennbahn zu strömen. Viel Beachtung fand die Aktion der Tierschützer dennoch. So manche BesucherInnen begannen noch vor dem Eingang über den Protest zu diskutieren. „Auch wenn wir es nicht schaffen die BesucherInnen heute vom Gang auf die Rennbahn abzuhalten, erreichen wir es vielleicht, dass sie im nächsten Jahr nicht wiederkommen“, sagt Katharine Krause.
Foto: Dominik Brück
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