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Dringsheide: Ein Platz für alle im Quartier

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Isabella David
@isabelladavid89

Chefredakteurin | Studentin der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg | Kontakt: david@hh-mittendrin.de

Auf dem Gelände des Kinder- und Familienzentrums Dringsheide in Billstedt wird gebaut, dabei soll Platz für das ganze Quartier entstehen. Für den Bau eines Sportfeldes benötigt die Einrichtung die finanzielle Unterstützung der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte.

Schon jetzt ist das Kinder- und Familienzentrum (KiFaz) Dringsheide ein Treffpunkt für die BewohnerInnen des Quartiers. Durch Sanierung und Umbau der Außenflächen soll im Dreieck der Kindertagesstätte „Wabe“, der Grundschule Fuchsbergredder und des KiFaz eine öffentliche Fläche für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im Viertel entstehen. Zentrales Element soll dabei ein großes gummiertes Sportfeld sein. Die Kosten dafür übersteigen jedoch die Mittel der Grundstückseigentümer.

Neue Außenanlage

Ursprünglich gehörte das gesamte Grundstück der Kirchengemeinde Philippus und Rimbert. Auch ein frei zugänglicher Spielplatz sowie eine Grünfläche gehörten zu dem Gelände.  2012 wurde ein Teil der Fläche an den Verein „Wabe“ verkauft, der auf dem Grundstück eine Kindertagesstätte gebaut hat. Im Zuge dessen wurde eine Umgestaltung der Außenflächen notwendig. „Wabe“ hat sich bereit erklärt, die Kosten für die Neugestaltung der Außenanlage auf dem verbliebenen Kirchengrundstücksteil bis zu einer Höhe von 100.000 Euro zu übernehmen. „Die Kirchengemeinde trägt von den Erlösen des Grundstücksteilverkaufs und zusätzlichen eigenen Mitteln die Kosten für den Umbau des Hauses inklusive verschiedener Sanierungsmaßnahmen, die sich auf insgesamt 400.000 Euro belaufen“, erläutert Bettina Schweikle, Pastorin der Kirchengemeinde Philippus und Rimbert.

Platz für das ganze Quartier

Bei der Umgestaltung des Geländes soll dieses weiter für die BewohnerInnen des Stadtteils geöffnet werden. Auch eine Grillstation soll hier beispielsweise entstehen. „Es sollte wenigstens einen Platz im Viertel geben, an dem mal mehr als zwei Personen zusammen sitzen können“, meint Thorsten Liedke vom Rauhen Haus, Träger des KiFaz Dringsheide. Es sei sehr wichtig, dass auf dem Gelände öffentlicher Raum für das ganze Viertel entstehe. Das Angebot des KiFaz ist vielfältig und richtet sich vor allem an Familien mit Kindern im Grundschulalter aus dem Quartier. Neben den zahlreichen Angeboten für die Kinder gibt es auch regelmäßig ein Stadtteilfrühstück im KiFaz Café sowie das Angebot Mittagessen für rund 3 Euro zu erwerben. In den Räumlichkeiten des Zentrums trifft sich außerdem auch der Jugendverein Kaltenbergen.

Die Planungen für das Außengelände wurden gemeinsam von den NutzerInnen und MieterInnen des Hauses entwickelt. „Insbesondere haben wir mit dem Jugendverein über die Gestaltung der Außenflächen gesprochen“, sagt Thorsten Liedke. Die Jugendlichen wünschen sich einen Unterstand, unter dem man sich auch bei schlechtem Wetter treffen kann. „Hauptwunsch der Jugendlichen ist jedoch eine Sportfläche auf dem Gelände“, so Liedke weiter. In der Umgebung gebe es wenig alternative Aufenthaltsmöglichkeiten für die Jugendlichen. Um auch die angedachte Spielfläche mit der Kunststoffgummierung auf dem Grundstück umzusetzen, fehlt es den Beteiligten an Geld. „Uns ist es sehr wichtig, dass es auch weiterhin öffentliche Spielflächen auf dem KiFaz-Gelände gibt“, sagt Kerstin Gröhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. Deshalb werde man auch in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses, am Dienstag, den 13. Mai, einen Antrag einbringen, um die Finanzierung der Sportfläche aus Sondermitteln der Bezirksversammlung zu beantragen.

Um Vandalismus auf den neuen öffentlichen Flächen macht sich KiFaz Leiter Thorsten Liedke wenig Sorgen: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass weniger Dinge zerstört werden, wenn man den Jugendlichen deutlich macht – das ist eure Fläche.“ Darüber hinaus seien viele Jugendliche mittlerweile fest mit diesem Ort verwurzelt und schon vom Kindergartenalter an auf dem KiFaz-Gelände unterwegs. Gern würde das KiFaz schon im Juli auf dem Grundstück das „Dringsheider Sommerleben“ veranstalten.

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