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Pfand gehört daneben: Le Fly spielt bei Poster-Enthüllung

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Isabella David
@isabelladavid89

Chefredakteurin | Studentin der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg | Kontakt: david@hh-mittendrin.de

Am Freitag wurde an der Stresemannstraße ein 10 mal 10 Meter großes Plakat der Initiative „Pfand gehört daneben“ enthüllt. Begleitet wurde die Aktion von einem Überraschungskonzert der Band „Le Fly“. 

Auf einem riesigen Plakat an einer Hauswand an der Stresemannstraße 223 sind eine Fritz-Kola Flasche, eine Astra-Knolle und ein Wachmacher von RedBull zusehen. Doch der erste Blick täuscht: Statt den üblichen Markennamen sind auf den Produkten die Begriffe „Frühstück“, „Miete“ und „PullOver“ zu lesen. Es handelt sich um eine Plakatkampagne der Initiative „Pfand gehört daneben„. Das Riesenposter wurde im Rahmen des Young Lions Nachwuchswettbewerbs entwickelt. Der diesjährige Wettbewerbspartner „Pfand gehört daneben“ widmet sich seit drei Jahren ehrenamtlich dem Phänomen der PfandsammlerInnen und versucht den gesellschaftlichen Blick für diese stark wachsende Klientel zu schärfen.

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Gestaltet wurde das Plakat von Pia Mader und Oliver Tiersch von der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt. Sie setzten sich beim Young Lions Printvorentscheid gegen vier weitere Finalistenteams durch und durften im Juni bereits Deutschland beim internationalen Nachwuchswettbewerb der Cannes Lions vertreten und erlangten hier Silber.  Die Umsetzung und Kosten des Riesenposters übernimmt der Young Lions Print Wettbewerbs-Partner PosterNetwork AG.

Bei der Plakatenthüllung am Freitag kam es auch zu einer musikalischen Überraschung: Die Hamburger Band Le Fly stellte kurzfristig ihr technisches Equipment an den Straßenrand und gab ein spontanes Konzert vor dem frisch enthüllten Riesenposter. „Das ist eine großartige Unterstützung! Vielen Dank an Le Fly, PosterNetwork, WerbeWeischer und alle Beteiligten“, sagt Mischa Karafiat, verantwortlich für das Kampagnen- und Projektmanagement bei  „Pfand gehört daneben“.

 

Immer wieder sorgt die Situation von PfandsammlerInnen in Hamburg für Diskussionen. Zuletzt wurde die Stadtreinigung für die neuen Solar-Mülleimer kritisiert, in die man nicht mehr hinein greifen kann. Als Reaktion auf die Kritik brachte die Stadtreinigung an einigen der Mülleimer Pfandregale an. Die SPD in Billstedt setzte sich bereits im vergangenen Jahr für Pfandrohre ein. Auch die Grünen wollen mit einem Pfandring an der U-Bahnstation Feldstraße dazu beitragen, dass es in der Stadt mehr Abstellmöglichkeiten für Pfandflaschen und Dosen gibt.

 

 

 

Fotos © WerbeWeischer

 

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